Testumgebung für USB-Boot

Um einen bootfähigen USB-Stick entspannt und ohne viel Aufwand (extra PC, andauernd Booten, etc.) testen zu können, gibt es mehrere Wege. Ich beschreibe im folgenden die zwei Alternativen, die mir als die entspanntesten und zuverlässigsten erscheinen:

Methode 1: Boot via VMWare Workstation:

Unter http://www.vmware.com/de/products/ws/ kann man sich kostenlos eine Testversion der Virtualisierungslösung VMWare herunterladen.

Wenn installiert, muss jetzt nur noch eine Virtuelle Maschine erzeugt werden, die den Boot von USB unterstützt.

File -> New -> Virtual Machine

Anschließend als Konfigurationstyp “typical” auswählen und angeben, dass das OS später installiert wird. Als OS würde ich Linux (beliebige Distribution auswählen).  Dann noch Speicherort auswählen und die größe der Virtuellen Disk angeben. Im letzten Übersichtsmenue alles mit “Finish” bestätigen.

Jetzt kommt der eigentliche spannende Punkt. In der neu geschaffenen Virtuellen Maschine “Edit virtual machine settings” auswählen, hier kann die Hardware konfiguriert werden. Die vorhandene Harddisk kann nun ausgewählt und gelöscht werden. Über den Button “Add” wird nun eine neue Harddisk hinzugefügt.

Methode 2: MobaLiveUSB


Hier muss nun wie im Bild gezeigt “Use a physical disk” ausgewählt werden. Im nächsten Fenster kann nun die Disk ausgewählt werden. Achtung! Zur Auswahl stehen hier auch alle anderen lokalen Festplatten, daher sehr genau darauf achten, welche Disk gewählt wird. Bei mir ist es i.d.R. immer die letzte Disk. Dies kann sonst auch überprüft werden, indem dieser Dialog ohne angesteckten USB-Stick aufgerufen wird.

Für Usage muss “use entire disk” angegeben werden. Anschließend fragt VMWare noch, wo die Konfigurationsdatei zu diesem Stick abgelegt werden soll (am besten bei derVM). Nach Finish und OK kann nun die VM gestartet werden und der Stick auf Herz und Nieren getestet werden.

Bekannte Einschränkungen / Probleme:

Hardwarenahe Software, die direkt auf die Hardware zugreift kann u.U. zu Abstürzen des Gesamtsystems führen, ich habe dies jedoch bisher nur bei dban beobachten können.

Methode 2: MobaLiveCD

MobaLiveCD ist ein Emulator, der vergleichbar zu VMWare den Stick in einer virtuellen Sanbox starten kann.

Die Software ist auf http://mobalivecd.mobatek.net/en/ zu finden und ist kostenlos!

MobaLive ist einfach und intuitiv zu bedienen, daher bedarf es glaube ich keiner Erklärung…

und nun, happy testing 🙂